Abb.: Frauenarzt: 47 (2006) Nr. 9 |
Unter Blasenschwäche (Harninkontinenz) versteht man die Unfähigkeit, den Harn willkürlich zurückhalten zu können. Dieses Problem betrifft Frauen häufiger als Männer, da Anzahl der Geburten und vorausgegangenen gynäkologischen Operationen eine Rolle spielen können. Die Ursachen für eine Blasenschwäche können unterschiedlich sein.
Daher ist vor jeder Behandlung eine Untersuchung notwendig, diese beinhaltet: - Erhebung des Beschwerdebildes
- Führung eines Miktionsprotokolls
- Ultraschall-Untersuchung der Blase
- Bestimmung des Restharns nach Wasserlassen
- bakteriologische Untersuchung des Urins und der Harnröhre (Harnröhrenabstrich)
- Blasenspiegelung (Cystoskopie)
- ggf. Blasendruckmessung (Cystotonometrie)
Durch diese Untersuchungen ist zu entscheiden, ob eine konservative Behandlung mit Beckenbodentraining, Elektrostimulation oder Medikamenten sinnvoll ist oder ob eine Operation durchgeführt werden muss. |