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Medikamentöse Therapie
 

Hormontherapie
Grundsätzlich ist bei fast jeder Form der Blasenschwäche eine lokale Behandlung mit einer Hormonsalbe-oder Zäpfchen sinnvoll.

Dranginkontinenz
Für die Therapie der Dranginkontinenz  stehen seit langem verschiedene Medikamente zur Verfügung. Deshalb sollte ein Therapieversuch mit Medikamenten  immer vor einer Operation stehen.

Allerdings ist die Behandlung bisher oft durch deutliche Nebenwirkungen wie z.B. Mundtrockenheit, Herzklopfen, Sehstörungen beeinträchtigt gewesen.

Durch neue Entwicklungen werden die Angriffspunkte der Medikamente immer spezifischer, so dass es mittlerweile Präparate auf dem Markt gibt, die nur noch geringe Nebenwirkungen haben.

Auch sind langwirksame Tabletten entwickelt worden, die nur noch einmal am Tag genommen werden müssen. Wenn Sie Fragen haben sprechen Sie Ihren Frauenarzt und uns im Rahmen unserer Sprechstunde an.

Belastungsinkontinenz
Lange standen bei Belastungsinkontinenz (s. Symptome und Formen) als konservative Therapiemaßnahmen nur das Beckenbodentraining, Elektrostimulation und Lebensstilanpassungen (d.h. z.B. Gewichtsreduktion, Raucherentwöhnung etc.) zur Verfügung.

Mittlerweile gibt es einen Wirkstoff, der guten Erfolg bei Patientinnen mit Belastungsinkontinenz hat: Duloxetin.

Duloxetin führt zu besserer Wirksamkeit der Beckenbodenmuskulatur, genauer gesagt des Blasenschließmuskels. In Studien zeigte sich bei mehr als 50% der betroffenen Patientinnen  eine deutliche Verbesserung der Belastungsinkontinenz, gesteigert wir dieser Effekt vor allem in Kombination mit Beckenbodentraining.

Leider ist dieses Medikament, da es neu entwickelt wurde, noch sehr teuer  und ist aufgrund des Nebenwirkungsprofils  nicht für jede Patientin geeignet. Ob eine Behandlung mit Duloxetin bei Ihnen Aussicht auf Erfolg hat, besprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt oder mit uns im Rahmen unserer Sprechstunde.